DAS KLASSIFIKATIONSMODELL DES VDP-PFALZ
ERSTE LAGE
Aus den besten Weinbergen Deutschlands. Von trockenen Grossen
Gewächsen zu fruchtsüßen Prädikatsweinen.
Die hochwertigsten Terroirs sind parzellengenau abgegrenzt und
bestimmten Rebsorten und Geschmacksprofilen zugeordnet, Ertrag
max. 50 hl/ha, selektive Handlese, Mostgewicht mind. Spätlese,
Vermarktung ab dem
1. September, Rotweine ein Jahr später |

GROSSE GEWÄCHS LAGENKARTE - STAND 2005 (pdf-800
Kb)
|
KLASSIFIZIERTE LAGE
Nur Weine aus traditionellen und hochwertigenWeinbergen werden
mit dem Lagenamen ausgestattet.
Aus der Vielzahl der
weingesetzlichen Lagen wurde eine kleine Gruppe charaktervoller,
traditioneller Weinberge klassifiziert. Keine Einschränkung
bei den Geschmacksprofilen, Ertrag maximal 65 hl/ha, regional
festgelegte Rebsorten und höhere Mindestmostgewichte |
GUTSWEINE UND ORTSWEINE
Basisweine auf hohem Niveau - Spiegel der regionalen Terroirs
Anbau von mindestens 80% VDP empfohlener traditioneller und gebietstypischer
Rebsorten, Ertragsbegrenzung auf maximal 75 hl/ha, regional festgelegte
Mindestmostgewichte
*Diese Rahmenbedingungen des Bundesverbandes sind in den einzelnen
Regionen teilweise enger gefasst. Bei allen Weinen garantiert
der Traubenadler auf der Kapsel einen ökologisch verantwortlichen
Weinbau, eine Vinifikation ausschließlich mittels traditioneller
Verfahren, regelmäßige Betriebsprüfungen und
organoleptische Qualitätskontrollen sowie bestimmte Vermarktungsrichtlinien.
Die Begriffe ERSTE LAGE und GROSSES GEWÄCHS sind Eigenmarken
des VDP.
DAS VDP KLASSIFIKATIONSMODELL VON 2006*
Meilenstein einer terroirgeprägten Weinkultur in Deutschland
Die hochwertigsten Terroirs sind parzellengenau abgegrenzt und
bestimmten Rebsorten
und Geschmacksprofilen zugeordnet, Ertrag maximal 50 hl/ha, selektive
Handlese,
Mostgewicht mindestens Spätlese, Vermarktung ab 1. September,
Rotweine ein Jahr später
us der Vielzahl der weingesetzlichen Lagen wurde eine kleine
Gruppe charaktervoller,
traditioneller Weinberge klassifiziert. Keine Einschränkung
bei den Geschmacksprofilen,
Ertrag maximal 65 hl/ha, regional festgelegte Rebsorten und höhere
Mindestmostgewichte
nbau von mindestens 80% VDP empfohlener traditioneller und gebietstypischer
Rebsorten, Ertragsbegrenzung auf maximal 75 hl/ha, regional festgelegte
Mindestmostgewichte |
ERLÄUTERUNGEN ZUR KLASSIFIKATION
DES VDP Pfalz
Die Verwendung des Logos Erste Lage ist an die Erfüllung
folgender Kriterien geknüpft
WEINBERG
Die Erfahrung der beteiligten Güter bildet die Grundlage
zur Klassifikation herausragender Weinbergslagen. Historische
Dokumente zur Bonität der einzelnen Lagen, wie z.B. die
königlich Bayerische Bodenbewertung von 1828, sind richtungweisend.
Die Begutachtung der Lagen erfolgt durch eine Kommission der
beteiligten Weingüter. Zur Beurteilung des Reifepotentials
und des Charakters der Weine wird eine Vertikalverkostung von
Weinen mehrerer Jahrgänge durchgeführt.
REBSORTEN
Die Weine werden aus den Rebsorten Riesling, Weißer Burgunder
und Spätburgunder erzeugt.
ERTRAG
Die Erntemenge ist auf einen Ertrag von maximal 50 hl pro Hektar
beschränkt.
LESE UND LESEZEITPUNKT
Die Trauben werden selektiv von Hand geerntet. Das natürliche
Mostgewicht liegt für Riesling bei mindestens 90° Oechsle
und für Burgunder bei mindestens 95° Oechsle.
VINIFIKATION
Die Weine werden ausschließlich mittels traditioneller
Produktionsverfahren erzeugt.
ZERTIFIZIERUNG
Neben der üblichen VDP Betriebsprüfung unterliegen
die Weine zusätzlicher Kontrolle und Prüfung: Die qualitätsorientierte
Arbeit im Weinberg und insbesondere das Ertragsniveau, werden
in jedem Weinberg während der gesamten Vegetationsperiode
und vor der Lese überwacht. Die Weine werden vor und nach
der Abfüllung durch eine Prüfungskommission verkostet.
GESCHMACKSTYPUS
Alle Grossen Gewächse werden in der Pfalz trocken ausgebaut.
Daneben gibt es aus den Ersten Lagen edelsüße Weine
ab Prädikat Auslese.
KENNZEICHNUNG
Die Grossen Gewächse werden in eine rotbraune Sonderflasche
mit Prägung des Zeichens Erste Lage gefüllt. Diese
Flaschen tragen die VDP Kapsel mit dem Traubenadler und ein besonderes
Etikett auf dem der Wein und das Weingut bezeichnet werden. Die
gesetzlichen Angaben befinden sich auf einem gesonderten Etikett.
VERMARKTUNG
Die Vermarktung der Weine erfolgt nicht vor dem ersten September
des auf die Ernte folgenden Jahres. Spätburgunder reifen
über mindestens 12 Monate im Holzfass und kommen so ein
weiteres Jahr später auf den Markt. Die Pfalz, eine der
schönsten Landschaften Deutschlands, gilt als wahres Paradies
für Genießer. Lebensfreude und Genuss werden hier
seit jeher groß geschrieben. Verwöhnt von den rund
1.800 Sonnenscheinstunden im Jahr gehören Feigen und Mandelbäume
genauso zur Natur wie die Reben. Die Weinberge der Pfalz erstrecken
sich im Wind- und Regenschatten des Haardtgebirges entlang der
Deutschen Weinstraße: Im Norden von Bockenheim bis nach
Schweigen, im Süden bis zur Grenze des Elsaß. Man
findet entlang der Weinstraße eine Vielzahl unterschiedlicher
Bodenarten, und somit optimale Bedingungen für den Anbau
terroirgeprägter Spitzenweine. Das Hauptaugenmerk liegt
im Gebiet der Mittelhaardt traditionell auf dem Riesling, der
hier seit langer Zeit im trockenen als auch im edelsüßen
Bereich Weine von großer Klasse hervorbringt. Von Kallstadt
über Ungstein bis Bad Dürkheim befinden sich die Spitzenlagen
auf einem Kalksteinriff, während von Wachenheim bis nach
Gimmeldingen Buntsandsteinverwitterungsgestein die Böden
bestimmt. In diese sind je nach Lage Kalkstein, Ton, Basalt oder
Lehm eingelagert. Mit Weinen aus weltberühmten Lagen wie
dem Forster Kirchenstück, gelangten Traditionsweingüter
wie Dr. Bürklin-Wolf, Dr. von Bassermann-Jordan oder Reichsrat
von Buhl bereits in den letzten Jahrhunderten zu Weltruhm.
Im Bereich südlich von Neustadt spielen die Burgunder, mit
denen einige der Weingüter in den letzten Jahren Furore
machten, eine ebenso wichtige Rolle wie der Riesling. Oftmals
findet man hier Muschelkalkböden, die sehr gute Bedingungen
für die Erzeugung großer Weiß-, Grau- und auch
Spätburgunder bieten. Aber auch für den Riesling gibt
es ganz besondere Terroirs, wie z.B. der Kastanienbusch in Birkweiler,
der größtenteils Gesteine von oberrotliegendem Roten
Schiefer" besitzt.
Wir haben nichts Wertvolleres als den Boden, auf dem unsere
Reben stehen" lautet so auch der Kern der Erklärung
der Vier zur Lage", welche die Begründer der Lagenklassifikation
in der Pfalz, die Weingüter Dr. Bürklin-Wolf, A. Christmann,
Koehler-Ruprecht und Georg Mosbacher, im Jahre 1997 veröffentlichten. |
|